Eine netter kleiner böser Beitrag über fast alles, was ich im Moment zu Frau Schwarzer denke.

Ich habe irgendwo mal einen sehr passenden Vergleich gelesen:

Alice Schwarzer ist für den Feminismus in diesem Land das, was Franz Beckenbauer für den Fußball ist. Wir haben dir viel zu verdanken, aber aus dem Tagesgeschäft halt dich lieber raus.

Morgen allerseits.

In der EU werden vier soganannte Top Jobs für dicke Kohle frei. Und weil es vielleicht ganz fair wäre, zumindest einen der Jobs mit einer Frau zu besetzen, gibt es eine Unterschriftenkampange. Da wir ja alle so schön gleich sind und gleich verdienen

Gefunden bei der Mädchenmannschaft.

In diesem Jahr ist in meiner Familie die Heiratswut ausgebrochen, meine Cousinen wollen sich auf einmal fast alle verehelichen. Netterweise tun sie das an den Wochenende, an denen ich schon Festivalkarten gekauft und Freunde motiviert habe.

Also gehe ich hier die Flucht nach vorne an und behaupte: Festivals sind eh alle blöd. Das war nicht meine Idee, sondern die von Jetzt.de.

Muy divertido.

Auch wenn brave Nachrichten-gucker das alles schon wissen:

Nach dem Zyklon in Birma stecken die Leute kilometertief in der Scheiße. Nach Angaben der Welternährungsorganisation der Uno(FAO) sind die Schäden schlimmer als nach dem [Achtung - Schlüsselwort:] Tsunami, überall brechen Seuchen wie z.B. Cholera aus. Die schlimmen Bilder und Schreckensmeldungen sieht man tagtäglich, vielleicht zuviel, vielleicht noch zu wenig, um sich vorzustellen, was dort los ist. Die Militärjunta zeigt sich als absolut unfähig, noch immer werden keine ausländischen Helfer ins Land gelassen.

Was aber nicht heißt, dass man nichts tun kann. Organisationen wie Brot für die Welt u.a. haben seit Jahren Mitarbeiter vor Ort und können daher trotzdem helfen.

Vielleicht hat der geneigte Leser gerade ein paar Euro übrig, vielleicht kann das T-shirt, das ihr heute entdeckt habt, noch bis nächsten Monat warten oder vielleicht wolltet ihr schon bei dem medial perfekt aufbereiteten Tsunami helfen und wart nur Weihnachten total blank und und und.

Schnell und sicher geht das z.B. bei:

http://www.entwicklung-hilft.de/

http://www.aktion-deutschland-hilft.de/

Was les ich da: Babyfon im Hotelzimmer gefunden - Porsche-Chef Wiedeking bei VW abgehört?

Wie schön! Endlich haben wir ihn, den kameradschaftlichen Handschlag von Verkäuferin und Topmanager, von Gering- und Nicht-So-Gering-Verdienern! Das Supermärkte ihr Angestellten bespitzeln war mir ja irgendwie schom immer klar (die Kameras zur Diebstahlsbekämpfung im Lager hängen ja immerhin, dann kann man ja mal gucken, wie die so arbeiten….), aber dass das auch in anderen Gehaltsklassen üblich ist, freut mich sehr. Empörung Empörung!!

Einziger Wermutstropfen: Ein Babyfon! Vom Sicherheitsfutzi unterm Sofa enttdeckt! Oh, ich bitte euch, VW! Wie billig! Armseelig.

… ihr habt ja recht. Ich lasse das hier ganz fies einschlafen, genau wie ich mein Erasmusjahr einfach so verstreichen lasse. Trotzdem, ich muss euch von dem geilsten Himmel der Stadt berichten. Ich kam gerade vom Babysitting nach hause, und was soll ich sagen: so ein blau hab ich noch nie gesehn. Ich sollte mehr nachts Rad fahren und aufm Balkon rumstehn. Zum Glück hab ich bald Menschen hier, mit denen ich es schaffe, den 6-Uhr-Himmel zu sehn. Ich freu mich auf euch! :-*

Juhuu liebe Leserschaft! Ich wünsche euch erstmal ein schönes Osterwochenende im kalten Deutschland. Ich hoffe euch frieren die Ostereier nicht an den Handschuhen fest!

Warum ich schreibe:

Das von mir durchaus vermisste deutsche Fernsehn hat in diesen Tagen genau meinen Humor:

“Stirb langsam” an Karfreitag, “Highlander” an Karsamstag, “King Kong” am Ostersonntag.

Besonders das Karfreitagsprogramm finde ich so frei von religiöser Sensibilität, das es schon wieder witzig ist.

Ungehindert der Terrormeldungen in meiner Wahlheimat und der nicht ganz hübschen Wahlergebnisse aus meiner wirklichen: es gibt gute Nachrichten!

Mein mir im Laufe der letzten Zeit immer unsympathischer gewordener Künstler-Mitbewohner haut ab! Ganz verstanden habe ich die Erklärung nicht, aber es klang schwer nach dem lieben Geld… Nun, für mich hat es den Vorteil, dass ich jetzt eine ganz liebe kleine Quatschtante(Raul) zum Hauptmieter habe und hoffentlich ab Mitte Februar eine neue Mitbewohnerin. Unsere Wohung sieht seit November einfach nurnoch aus wie eine Müllhalde, weil so viele Sachen hier rum stehen. Da Blami nach eigenen Angaben wohl am Samstag seine Sachen holen kommt(vermutlich spanische Zeitrechung), wird ab nächster Woche gestrichen und geputzt. Mami Magno hat sich schon angemeldet, um zum wegschmeßen und putzen zu kommen. Und wenn sie sich auf meine Schultern stellt, kann sie sicher auch an die obersten Schränke kommen. :D

Des weiteren habe ich einen Aldi in Metro- und Fahrrad-Nähe entdeckt und werde ENDLICH Schmand und deutsche Backwaren einkaufen können (es gibt da so Gerüchte… *träum*)

So long… Die Tante aus der Stadt.

Heute morgen, kurz nach dem wach werden, durfte ich folgenden Satz im Chat lesen:

In was für einer Welt Leben wir nur? Wie können diese Fanatiker unschuldige Menschen einfach umbringen wollen? Früher gab’s das nicht.

Alsooooo…

Natürlich gibt es ein mulmiges Gefühl, wenn man von dritten hört in den Nachrichten liest, dass in der Stadt in der man lebt für das vergangene Wochenenende Terroranschläge geplant waren. Wenn man selbst ein SEK im eigenen Viertel ein Haus stürmen sieht.

Aber… Das ist verdammt noch mal keine islamistische und schon garkeine islamische Erfindung. Die Geschichte ist so alt wie die Religionen selbst, und ich bin nicht der Meinung, dass man als Bürgerin einer Nation, von der vor nicht mal hundert Jahren ein Genozid ausging, behaupten kann, das die Welt schlecht geworden ist. Wenn wir vor 65 Jahren das Glück gehabt hätten, keiner unserem Vaterland unwürdigen Minderheit anzugehören(womit ich schon so gut wie raus wäre) und einfach nur im Krieg gelebt hätten; wären dann unsere Überlebenschancen besser gewesen als in dieser Stadt, in der Terroranschläge vereitelt wurden?

Ich verachte jede Art von Gewalt, wenn sie auf unschuldige gerichtet ist schon doppelt. Aber dieses “die Welt ist schlecht geworden” schürt in meinen Augen nur die Angst vorm bösen Muselmann und vergisst, dass sich die Menschen schon seit Jahrtausenden die Köppe einschlagen. Und ja, Boben töten mehr Leute als früher Schwerter. Trotzdem habe ich genauso viel Angst vor der Bombe, die nicht hunderte Leute in der Metro sterben lässt, sondern mal ganz schnell mal hunderttausende. Und davon liegen auch ne ganze Menge rum und schlafen.

Ich kann nicht umhin, in diesen Tagen auch hierzu ein paar Worte zu verlieren.

Studivz hat seit einigen Wochen neue AGBs und Datenschutzerklärungen, und seit heute kann man das Netzwerk nicht mehr nutzen, wenn man ihnen nicht zustimmt.

Selbstverständlich ist personalisierte Werbung blöd. Aber wer hat denn bitte daran geglaubt, dass man einen Service kostenlos nutzen kann, wenn Konzerne dafür 100 Millionen € bieten? Statt Geld bezahlt man eben mit seiner Aufmerksamkeit, und die ist Werbeleuten personalisiert eben viel mehr Geld wert.

Die neuen AGBs lassen, dass muss man ganz klar sagen, keinen Datenverkauf zu. Nun gibt es Leute, die aus dem Studivz mit der Argumentation austreten, dass Holtzbrinck die AGBs eh am Popo vorbei gehen und die aus jedem Fünkchen Daten sowieso Geld machen. Nun, A) zwingt dich ja keiner, deine persönlichsten Daten anzugeben und B) hätten sie das auch schon die letzten 2 Jahre machen können und da is noch keiner auf die Idee gekommen.

Jeder kostenlose Online-Dienst will nicht nur überleben, sondern in der Goldgräberstimmung des Web 2.0 möglichst dicke Kohle machen. Googlemail behält sich das Recht vor, all deine Emails zu speichern, Facebook speichert selbst ausgeloggt über Cookies dein Kaufverhalten bei Onlinekaufhäusern und auch sonst bestimmt noch ein paar lukrative Informationen.

Ich stehe diesem gläsernen User kritisch gegenüber und ich meine, man sollte sehr sensibel mit jeder Angabe persönlicher Dinge sein, Blogs und Fotoscommunitys, wie ich sie auch nutze, eingeschlossen. Doch man kann sich diesem System eigentlich nurnoch theoretisch entziehen, wenn man nie mitgemacht hätte. Sobald man ein zwei drei ganz viele Emailaccounts besitzt, man auf irgendeinem Foto verlinkt war oder nur einen Vortrag auf einer Tagung gehalten hat, deren Programm im Internet zu finden ist, steckt man drinne und kann nurnoch Schadensbegrenzung betreiben.

Deshalb bleibe ich im Stasiverzeichnis, gebe nicht zu viel Preis und mache mir die viel zu sehr verstecke Funktion zu nutze, in der man die personalisierte Werbung “abschalten” kann. Wer wissen will, wie’s geht, möge auf meine Pinnwand schaun. Man findet mich noch unter vollem (mehr oder weniger bürgerlichem) Namen.

Es gruschelt,

Die Käthe